Zum Inhalt der Seite

Telekom will sich entschuldigen

Bonn. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat nach Angaben der Deutschen Telekom damit begonnen, die Opfer der Bespitzelungsaffäre des Konzerns über den Mißbrauch ihrer Daten zu informieren. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sind außer Aufsichtsräten und Journalisten auch Betriebsräte bespitzelt worden. Das gebe »den ungeheuerlichen Vorgängen eine zusätzliche Dimension der Anstößigkeit«, erklärte Manfred Balz, der neue Telekom-Vorstand für Datensicherheit. Sobald die Namen der Opfer bekannt seien, werde der Konzern auf die Betroffenen zugehen und um Entschuldigung bitten.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.11.2008, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!