-
11.11.2008
- → Ausland
Griechenland: Protest gegen Gefängniswillkür
Athen. Der Streik von Gefangenen in Griechenland spitzt sich zu. Weit mehr als die Hälfte der etwa 13000 Insassen verweigert das Gefängnisessen. Nach Meldungen der Initiative für die Rechte der Gefangenen sind mittlerweile 3311 Gefangene in den Hungerstreik getreten. Siebzehn von ihnen haben sich dafür den Mund zugenäht. Die Gefangenen fordern menschwürdigere Haftbedingungen – in einigen Gefängnissen gibt es nicht einmal warmes Wasser, in anderen müssen Gefangene wegen Platzmangels auf dem Boden der Toiletten schlafen. Weitere Forderungen sind eine umfassende medizinische Betreuung, die Abschaffung willkürlich verhängter Disziplinarstrafen sowie die praktische Umsetzung theoretisch längst vorgesehener Maßnahmen wie Freigang, Sozialarbeit statt Knast oder Strafaussetzung auf Bewährung.
(jW/HS)
(jW/HS)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland