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11.11.2008
- → Sport
Fußball-Randspalte
Abgeführt
Bremen. Werder Bremen sorgt dafür, daß die Neonazis vom vergangenen Samstag künftig nicht mehr ins Stadtion kommen. Die Werder-Geschäftsführung ließ am Montag verlauten: »Solche Stadionbesucher brauchen wir nicht. Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst. Wir sind stolz auf die wachsame Reaktion unserer Fans und sehen uns in unserer präventiven Arbeit gegen Diskriminierung und Rassismus bestätigt.« Die acht Neonazis hatten im Auswärtsspiel beim Vfl Bochum versucht, eine Reichskriegsflagge im Fanblock zu entfalten, waren daran aber von Bremer Fans gehindert und von der Polizei abgeführt worden. Der DFB prüft ein deutschlandweites Stadionverbot. (ots/jW)Polnisch
Berlin. Polnische Fans kommen jetzt endlich auch in den Genuß, den Internetauftritt von Hertha BSC in ihrer Landessprache lesen zu können. Geschäftsführer Dieter Hoeneß erläutert die Gründe für die polnische Version der Website: »Wir bekommen viele Anfragen aus Polen und wissen, daß die polnischen Fußballfans sehr an Hertha BSC interessiert sind. Dem wollen wir Rechnung tragen.« Eine isländische Fassung ist derzeit noch in Arbeit. (ots/jW)Römisch
Rom. Luciano Moggi, der skandalumwitterte Exsportdirektor von Italiens Rekordmeister Juventus Turin, will vom italienischen Fußball nichts mehr wissen. Oder nur als Journalist. Das ist sein neuer Beruf, nachdem ihn der italienische Verband wegen seiner Verwicklung in den Manipulationsskandal im Juli 2006 zu einer fünfjährigen Berufssperre verurteilt hat. Weiterhin steht »Big Luciano« in Rom mit seinem Sohn Alessandro vor Gericht. Belastet wird im gleichen Verfahren auch Davide Lippi, Sohn von Weltmeister-Coach Marcello Lippi. Ihnen werden unter anderem Einschüchterungsaktionen gegen einige Spieler vorgeworfen. Moggi: »Bei dem WM-Finale 2006 in Berlin waren neun Juve-Spieler plus der Trainer im Einsatz. Diese Mannschaft hatte ich aufgebaut«. (sid/jW)Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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