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Gabriel will Asse »stabilisieren«

Berlin. Das einsturzgefährdete Versuchsendlager Asse in Niedersachsen läßt sich einem Gutachten zufolge mit Beton stabilisieren. Dies teilte Umweltminister Sigmar Gabriel am Mittwoch in Berlin mit. Damit ließe sich Zeit gewinnen, um über die Zukunft der rund 126000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll in dem alten Salzbergwerk zu entscheiden. Dort dringt seit Jahrzehnten sehr viel Wasser ein und bedroht die sichere Lagerung der Abfälle. Bisher wird angenommen, daß das Bergwerk ab 2014 nicht mehr betreten werden kann. Den Steuerzahler wird die Sanierung der Asse und des ebenfalls einsturzgefährdeten ehemaligen DDR-Atommüllendlagers Morsleben in Sachsen-Anhalt nach Gabriels Worten insgesamt drei bis vier Milliarden Euro kosten. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2008, Seite 5, Inland

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