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NGG-Chef Möllenberg will Krise nutzen

Berlin. Der Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, hat die Mitglieder seiner Organisation dazu aufgerufen, »die Vertrauenskrise des Kapitalismus zu nutzen, um gewerkschaftliche Forderungen zu plazieren«. Beim NGG-Gewerkschaftstag am Mittwoch in Berlin sagte der am Vorabend mit 89 Prozent im Amt bestätigte Vorsitzende, es gehe nicht nur um einen Schutzschirm für marode Banken. Auch die Menschen, die unter Hartz IV litten oder deren Lebensumstände verbesserungswürdig seien, müßten vom Staat geschützt werden.

Möllenberg kündigte für 2009 ein Bündnis von NGG, ver.di und Sozialverbänden an, das sich bei den Wahlkämpfen für die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn starkmachen soll. Jede Partei, die sich dagegen stelle, müsse sich »Hungerlohnpartei« schimpfen lassen.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.10.2008, Seite 1, Inland

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