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Würde, wäre, wollte

Weil der Schauspieler Peter Sodann nun offiziell der Kandidat der Linkspartei für die Bundespräsidentenwahl ist, will die ARD bis zu dieser Wahl im Mai 2009 keine »Tatort«-Folgen ausstrahlen, in denen Sodann »Kommissar Ehrlicher« spielt. Damit erfüllt die ARD eine Forderung der Jungen Union, die in solchen Wiederholungen eine »unerlaubte Wahlhilfe« sieht. Ehrlicher, äh ... Sodann würde, wenn er Kommissar wäre, den Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verhaften, sagte er der Sächsischen Zeitung. »Dann würde man mich zwar rausschmeißen, aber ich hätte es wenigstens mal gemacht.« Ackermann zählt zu den bestverdienenden Managern Deutschlands. Und wenn Sodann Bundespräsident werden würde, wollte er nicht mit Herrn Bush sprechen. Der wäre dann aber ohnehin nicht mehr US-Präsident. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.10.2008, Seite 13, Feuilleton

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