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Schweiz: Libyen zieht ­Guthaben ab

Tripolis. Die libysche Regierung hat angekündigt, sie werde ihre gesamten Guthaben von Schweizer Banken zurückziehen. Diese umfaßten etwa sieben Milliarden Euro, meldete die amtliche Nachrichtenagentur JANA am Donnerstag abend. In dem Bericht wurde auch ein Öllieferstopp in den Alpenstaat bestätigt, den die Firma Tamoil zuvor bekanntgegeben hatte. Die Maßnahmen gehen auf einen diplomatischen Streit zwischen Libyen und der Schweiz um die Festnahme eines Sohnes von Staatschef Muammar Al-Ghaddafi zurück. Hannibal Ghaddafi und seine Ehefrau Aline waren im Juli in Genf festgenommen worden, weil sie zwei Angestellte eines Genfer Fünf-Sterne-Hotels geschlagen haben sollen. Das Verfahren wurde Anfang September eingestellt, nachdem die beiden Angestellten ihre Anzeige wegen Körperverletzung nach einer Entschädigungszahlung zurückgezogen hatten. Libyen fordert allerdings neben derEinstellung des Verfahrens eine offizielle Entschuldigung der Schweiz.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2008, Seite 6, Ausland

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