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Lebensmittelskandal in China

Peking. Im Skandal um verunreinigtes Milchpulver sind in China Hunderte Säuglinge und Kleinkinder an Nierensteinen erkrankt. Es gebe bisher Informationen über 432 Fälle, sagte Gesundheitsminister Gao Qiang am Wochenende. An dem vergifteten Produkt starb bereits mindestens ein Säugling. Die Herstellerfirma Sanlu verkaufte nach Angaben seines Ministeriums wochenlang wissentlich das mit der Industriechemikalie Melamin verseuchte Pulver und entschloß sich erst am Donnerstag nach Berichten über mehrere erkrankte Babys zum Rückruf. Sanlu mußte die Produktion inzwischen einstellen. Melamin wird zur Herstellung von Plastik und Klebstoffen verwendet. Bauern und Milchbetriebe fügen das Pulver laut Gao jedoch auch Milch zu, um deren Proteingehalt zu steigern. Auch die Behörden in Taiwan stellten mehrere Tonnen des verunreinigten Milchpulvers sicher.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.09.2008, Seite 6, Ausland

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