Zum Inhalt der Seite

Kabul: US-Massaker von UNO bestätigt

Kabul. Im Streit um die Zahl der Toten bei einem US-Luftangriff auf das westafghanische Dorf Asisabad gehen die Vereinten Nationen von rund 90 getöteten Zivilisten aus. Nach einer Untersuchung der UN-Vertretung in Kabul seien von den Todesopfern 60 Kinder, 15 Männer und 15 Frauen gewesen, sagte der UN-Gesandte für Afghanistan, Kai Eide, am Dienstag in der afghanischen Hauptstadt. Die UN-Mission habe stichhaltige Beweise gesammelt, die vor allem auf Aussagen von Augenzeugen beruhten. Damit bestätigte die UNO die Angaben der afghanischen Regierung. Die US-geführten Besatzungstruppen, die zunächst von »30 getöteten Taliban-Kämpfern« gesprochen hatte, räumten bislang lediglich den Tod von fünf Zivilisten bei dem Angriff ein.(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.08.2008, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!