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Kaum Auskünfte für Verbraucher

Hamburg. Nach einem Test von Greenpeace erfüllt das Verbraucherinformationsgesetz (VIG) drei Monate nach seinem Start nicht seine Aufgabe. Greenpeace hat Mitte Mai insgesamt zehn Anträge auf Auskunft nach dem VIG bei Bund, Landesbehörden und Städten gestellt. Die Umweltschützer wollten wissen, wo zu stark pestizidbelastetes Obst und Gemüse verkauft wurde oder wer gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht wie vorgeschrieben kennzeichnet. Von sechs Ämtern hat Greenpeace bis heute keine Ergebnisse erhalten. Dafür hat eines von diesen bereits einen Gebührenbescheid verschickt. In den anderen Fällen enthielten die Auskünfte häufig nicht die wesentlichen Informationen oder waren zu knapp. »Das Gesetz verfehlt sein Ziel, die Informationsrechte der Verbraucher zu stärken«, sagte Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. Offensichtlich sollten Verbraucher über die lange Wartezeit und die hohen Gebühren von weiteren Anfragen abgeschreckt werden.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.07.2008, Seite 4, Inland

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