-
16.07.2008
- → Inland
SPD jetzt für Datenaustausch
Berlin. Die SPD-Bundestagsfraktion hat ihren Widerstand gegen das Datenaustauschabkommen mit den USA aufgegeben. Die Abgeordneten würden »mit gutem Gewissen zustimmen«, kündigte der innenpolitische Sprecher Dieter Wiefelspütz am Dienstag an.
Die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Silke Stokar, kritisierte, die US-Sicherheitsbehörden könnten nun »jede gewünschte Information erhalten, ohne daß es ein gesichertes Datenschutzniveau gibt«. Auch die FDP bezeichnete das »Umfallen der SPD« als unverständlich. »Es ist nicht einsehbar, daß beispielsweise Daten über Gewerkschaftsmitgliedschaften oder sexuelle Orientierungen an die USA hinausgegeben werden sollen«, betonte Innenexperte Max Stadler. Die Abgeordnete der Linken, Ulla Jelpke, warf der SPD vor, den »Datenmißbrauch in den USA« zu unterstützen.
(ddp/jW)
Die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Silke Stokar, kritisierte, die US-Sicherheitsbehörden könnten nun »jede gewünschte Information erhalten, ohne daß es ein gesichertes Datenschutzniveau gibt«. Auch die FDP bezeichnete das »Umfallen der SPD« als unverständlich. »Es ist nicht einsehbar, daß beispielsweise Daten über Gewerkschaftsmitgliedschaften oder sexuelle Orientierungen an die USA hinausgegeben werden sollen«, betonte Innenexperte Max Stadler. Die Abgeordnete der Linken, Ulla Jelpke, warf der SPD vor, den »Datenmißbrauch in den USA« zu unterstützen.
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland