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Investoren wollen nicht verhandeln

Berlin. Nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid gegen die Spreeuferbebauung im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wehren sich die Investoren des »Mediaspree«-Projekts gegen Veränderungen bei ihren Bauvorhaben. »Natürlich sind wir verunsichert«, sagte Jürgen Kilian, Sprecher von 16 Mediaspree-Investoren laut Berliner Zeitung (Dienstagausgabe). Änderungen würden Kilians Auffassung nach erheblichen Schaden verursachen. Gar nicht verhandeln über Änderungen will dem Blatt zufolge die Anschutz Entertainment Group (AEG), die nahe dem Ostbahnhof ein 21 Hektar großes Vergnügungs- und Büroviertel bauen will. Der erste Bau, die Veranstaltungsarena O2-World, steht kurz vor der Eröffnung. »Es existieren rechtlich bindende Verträge, die über Monate öffentlich diskutiert worden sind«, sagt deren Sprecher Moritz Hillebrand der Zeitung. »Wir haben das Recht auf unsere Bauten«, sagt der AEG-Europachef Detlef Kornett. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.07.2008, Seite 4, Inland

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