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Fußball-Randspalte

Schlechtmacher

Wolfsburg. Die Klage von Felix Magath über die mangelnde Unterstützung des VfL Wolfsburg hat Bürgermeister Rolf Schnellecke aufgeschreckt: »Es gibt keinen Grund, die Stadt so schlecht zu machen. Das gehört sich nicht. Wolfsburg hat Felix Magath mit offenen Armen empfangen und große Hochachtung vor ihm. Das war nicht fair«, konterte der Politiker in den Wolfsburger Nachrichten die Vorwürfe des VfL-Trainers und -Sportdirektors. Magath hatte sich am Wochenende darüber echauffiert, daß im Umfeld des Klubs offenbar nicht klar geworden sei, was bei dem Verein aufgebaut werden solle. Er zumindest wolle Meister werden, aber einige Leute hätten »nicht verstanden, was es bedeutet, mit den ganz Großen zu konkurrieren«. Zu diesem Behuf hatte Magath die Einwohner Wolfsburgs aufgefordert, sich zum Klub zu bekennen. (sid/jW)

Selbstbildnis Klinsmann

Lippstadt. Nachdem Bayerns neuer Trainer Jürgen Klinsmann das Trainingsgelände des Vereins renovieren ließ (»Wir haben alle Wände herausgerissen, die wir herausreißen durften«), Lebensbäume pflanzte und drei Buddha-Figuren auf das Vereinsdach kommandierte, hat er nun Einblick in sein Selbstbildnis gegeben: »Ich bin kein Erneuerer oder Reformer. Ich freue mich, daß ich diesen Job machen darf. Mir macht es einfach Spaß, und ich will bei diesem großen Klub einige Dinge noch etwas besser machen.« Zum Beispiel die Champions League gewinnen, wie von Beckenbauer öffentlich angeordnet. Im ersten Spiel mit Klinsmann auf der Bank wurde der Stammverein von Karl Heinz Rummenigge, der Sechstligist SV Lippstadt, 7:1 geschlagen. Und das obwohl »im Fußball viel passieren kann« (Klinsmann). (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2008, Seite 16, Sport

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