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Lafontaine will Chef werden

Saarbrücken. Der Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, will nur im Fall seiner Wahl zum Ministerpräsidenten vom Bundestag in die Saarbrücker Landespolitik zurückwechseln. In einem Interview des Saarländischen Rundfunks bekräftigte er am Freitag seine Absicht, im kommenden Jahr als Spitzenkandidat der Linken zur Landtagswahl im Saarland anzutreten. Seine Partei sei grundsätzlich bereit, bei einem Einzug in den Landtag den SPD-Landesvorsitzenden Heiko Maas zum Ministerpräsidenten zu wählen, sagte Lafontaine. Es gebe in der Landespolitik »viele Überschneidungen«, beispielsweise in der Bildungs- und Industriepolitik. Wenn die Linke aber stärker werde als die SPD, erhebe sie selbst Anspruch auf dieses Amt. »Wenn nicht, werde ich meine Aufgaben auf Bundesebene weiterverfolgen«, sagte er dem Sender. In diesem Falle werde er sich bei der ebenfalls 2009 anstehenden Bundestagswahl auch erneut um ein Mandat bewerben. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.07.2008, Seite 4, Inland

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