Zum Inhalt der Seite

Senegals Präsident: FAO abschaffen

Dakar. Senegals Staatschef Abdoulaye Wade hat der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) die Hauptschuld an der weltweiten Lebensmittelkrise gegeben und ihre Abschaffung gefordert. Trotz der Verdienste ihres senegalesischen Chefs Jacques Diouf sei es »die Institution FAO, die in Frage gestellt werden muß«, sagte Wade am Sonntag abend in einer im Radio und Fernsehen übertragenen Ansprache zur Lebensmittelkrise. »Die derzeitige Lage beruht weitgehend auf ihrem Versagen.« Wade erinnerte daran, daß er wiederholt eine Verlegung des FAO-Sitzes von Rom nach Afrika gefordert habe. »Dieses Mal gehe ich weiter: Wir müssen sie abschaffen.«

Zur Lage in seinem Land sagte Wade, es gebe keine Hungersnot. Sein Land strebe die Selbstversorgung mit Lebensmitteln binnen sechs Jahren an. Im Senegal hatten in den vergangenen Wochen wiederholt zahlreiche Menschen gegen zu hohe Lebensmittelpreise demonstriert.(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.05.2008, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!