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Siemens-Vorstand Reinhardt geht

München. In der Siemens-Koruptionsaffäre nimmt ein weiteres Vorstandsmitglied seinen Hut. Der langjährige Medizintechnik-Chef Erich Reinhardt scheide zum Monatsende aus der Konzernspitze aus, weil jetzt auch in seiner Sparte Regelverstöße aufgedeckt worden seien, teilte Siemens am Mittwoch mit. Der Süddeutschen Zeitung zufolge waren interne Ermittler auf schwarze Kassen für Schmiergeldzahlungen gestoßen. Die internen Ermittler der US-Kanzlei Debevoise hätten entdeckt, daß über Konten in Dubai und anderswo von 2001 bis 2006 fragwürdige Zahlungen in Höhe von fast 70 Millionen Euro abgewickelt worden sein sollen.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2008, Seite 2, Inland

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