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Immer mehr Arme in Deutschland

Frankfurt/Main. Bald jeder fünfte Mensch in Deutschland ist von Armut bedroht. 17,4 Prozent der Einwohner in den alten und 22,6 Prozent in den neuen Bundesländern hatten 2005 weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung, wie der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten 2007/2008 schreibt. Nach einem Bericht der Berliner Zeitung stieg diese Quote 2006 bundesweit sogar auf 18,3 Prozent, nachdem sie im Jahr 2000 noch bei 11,8 Prozent gelegen habe. Das Blatt berief sich auf Daten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband sprach am Dienstag von einem »erschütternden Dokument sozialer Zerrissenheit«. Die Erhöhung der Armutsquote um mehr als 63 Prozent innerhalb weniger Jahre sei das Resultat einer seit mehreren Jahren verfehlten Sozial- und Steuerpolitik, hieß es in einer Erklärung. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2008, Seite 1, Inland

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