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Armutsrisiko kleingeredet

Frankfurt/Main. Ökonomen haben Warnungen vor einer steigenden Altersarmut in Deutschland als nicht begründet bezeichnet. »Die materielle Lebenssituation der Älteren ist besser als die des Durchschnitts der Gesamtbevölkerung«, sagte Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstagausgabe).

Der Wohlfahrtsverband Volkssolidarität widersprach dieser Darstellung. Dessen Bundesgeschäftsführer Bernd Niederland erklärte am Dienstag, niemand bestreite, daß es der heutigen Rentnergeneration noch relativ gut gehe. Vielen der heute 45- bis 65jährigen drohe aber Armut im Alter aufgrund von Arbeitslosigkeit, Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung. Rund 55 Prozent von ihnen seien aktuellen Analysen zufolge durchschnittlich mehr als sechs Jahre arbeitslos gewesen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2008, Seite 5, Inland

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