Zum Inhalt der Seite

Merkel besteht auf neuem VW-Gesetz

Berlin. Im Streit um ein neues VW-Gesetz hat die Bundesregierung ihr Interesse an einer einvernehmlichen Lösung mit Brüssel betont. »Wir wollen eine Regelung, die fest und belastbar ist und gerichtlich nicht umstritten sein könnte«, sagte Vizeregierungssprecher Thomas Steg am Montag in Berlin. Die Regelung, die dem Land Niedersachsen auch weiterhin ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen des Konzerns sichern würde, ist laut Steg der einzige offene Punkt in der Ressortabstimmung. Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle »klar und eindeutig« eine Neuregelung, sagte Steg. Eine ersatzlose Streichung des Gesetzes lehne sie ab. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!