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Schaar: Lidl ist kein Einzelfall

Bonn. Nach Berichten über die heimliche Überwachung von Mitarbeitern des Discounters Lidl hat der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar einen verbesserten Arbeitnehmerdatenschutz gefordert. Die Überwachung von Mitarbeitern sei alles andere als ein Einzelfall, erklärte Schaar am Donnerstag in Bonn. Mobiltelefone und Fahrzeuge von Außendienstmitarbeitern würden geortet, und die Computernutzung am Arbeitsplatz könne bis ins Detail heimlich nachvollzogen werden. Ein entsprechendes Gesetz müsse die Erhebung von personenbezogenen Daten stark begren­zen. Auch müßten Mitarbeiter umfassend informiert werden, welche Daten über sie gesammelt wurden. Zudem forderte der Experte gesetzliche Regelungen zur Nutzung von E-Mail- und Internetdiensten am Arbeitsplatz. Die Gewerkschaft ver.di hat bespitzelte Lidl-Mitarbeiter zu Schadenersatzklagen aufgerufen. Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane bot allen Betroffenen am Donnerstag im Gespräch mit dem Onlinemagazin stern.de dafür Rechtsschutz an. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.03.2008, Seite 4, Inland

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