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Einspruch gegen Freisetzungsversuche

Berlin. Ein Bündnis von über 130 Landwirtschafts- und Lebensmittelbetrieben, Umwelt- und Verbraucherorganisationen sowie Agrarverbänden hat am Mittwoch beim zuständigen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin Einspruch gegen die geplanten Freisetzungsversuche mit gentechnisch verändertem Weizen in Thulendorf (Mecklenburg-Vorpommern) und Üplingen (Sachsen-Anhalt) eingelegt. In der Weizensorte wurde ein Gen eingebaut, das zur Produktion eines so bezeichneten »Killerproteins« führen und die Übertragung der Pilzkrankheit »Weizenflugbrand« unterbinden soll. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bezeichnete die geplante Freisetzung in einer Erklärung als »riskant, unsinnig und wirtschaftlich fatal«. Grundnahrungsmittel wie Weizen müßten gentechnikfrei bleiben, weil die Ausbreitung in der Nahrungskette nicht ausgeschlossen werden könne, wie das Beispiel mit gentechnisch verändertem Reis 2006 gezeigt habe. Das Bündnis forderte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) auf, die geplante Freisetzung zu verhindern. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2008, Seite 4, Inland

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