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Steueraffäre weitet sich aus

Düsseldorf. In der Steueraffäre um Stiftungen in Liechtenstein gehen die Ermittlungen weiter. Nach Informationen des Handelsblatts (Montagausgabe) aus Justizkreisen sollen über 200 weitere Fälle folgen. Auch mit neuen Durchsuchungen sei zu rechnen. Teilweise kämen die mutmaßlichen Steuersünder ihrer öffentlichen Enttarnung durch Selbstanzeigen zuvor. Das sei auch der Grund, warum bislang noch kein prominenter Name außer dem von Ex-Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel an die Öffentlichkeit gelangt sei. Bei der Überprüfung der Steuerunterlagen habe sich zudem herausgestellt, daß einige der Beschuldigten zwar im Jahr 2004/2005 eine Erklärung abgegeben hätten, um in den Genuß einer Steueramnestie zu kommen. Einige dieser Äußerungen hätten sich aber als unvollständig herausgestellt, so daß jetzt neue Ermittlungen aufgenommen würden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2008, Seite 1, Inland

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