-
23.07.1997
- → Inland
Hoffnung für ukrainischen Deserteur
HANNOVER. Nach seiner Festnahme in einer kirchlichen Unterkunft in Niedersachsen zeichnet sich für einen abgelehnten ukrainischen Asylbewerber eine humanitäre Lösung ab. Innenstaatssekretär Claus Henning Schapper und die Äbtissin des Benediktinerklosters Dinklage vereinbarten am Dienstag in Hannover, dem 33jährigen Deserteur und seiner Familie die Ausreise nach Kanada zu ermöglichen. Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, berichtete die Äbtissin über Bemühungen kanadischer Benediktiner, der Familie einen Termin bei der kanadischen Einwanderungsbehörde in Winnipeg zu verschaffen. Falls die Bonner Botschaft diesen Termin bestätige, werde der Flüchtling aus der Abschiebehaft entlassen und erhalte dann eine Duldung, um weitere Ausreiseformalitäten abzuwickeln.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
