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Ich finde, Filme müssen einen berühren«, hat Jury-Präsident Constantin Costa-Gavras (74) erklärt. »So wähle ich aus.« Er wolle keinesfalls »beurteilen«, weil: »Das Wort Urteil hat so etwas von Gericht.« Prinzipiell hält er die Berlinale für ein politisches Festival: »Im Prinzip sind alle Filme politisch.« Für ihn sei Politik das Verhältnis zwischen Alltag und Leben.

Etwas klarer hat sich am Freitag Neil Young positioniert: »Kriege sind die falsche Art, Probleme zu lösen«, sagte er bei der Präsentation des Films »CSNY Déjà Vu«. Er wisse aber auch, daß Musik die Welt nicht mehr verändern kann. Diese Zeit sei vorbei. »CSNY Déjà Vu« zeigt in der Sektion Berlinale Special die »Freedom Of Speech Tour« der 40 Jahre alten Formation Crosby, Stills, Nash and Young, die 2006 quer durch die USA führte. Young und Kollegen fühlten sich damals von ihrer Regierung in die Vietnamkriegszeit zurückversetzt.


Einen Ausblick auf die Berlinale 2009 gab Festspielleiter Dieter Kosslick in Springers B.Z. vom Freitag: »Sollte es den großen Hollywood- oder Berlin-Film über Knut geben, dann werde ich meinen Nachbarn Knut – und er ist mein Nachbar, denn ich wohne in Tiergarten – natürlich fragen, ob er nicht zur Berlinale kommen will.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2008, Seite 13, Feuilleton

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