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Bochumer SPD will Clement rauswerfen

Bochum. Die Bochumer SPD-Basis will ein Parteiausschlußverfahren gegen den früheren Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) durchsetzen. Clement habe sich im hessischen Wahlkampf »parteischädigend verhalten«, begründete der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bochum-Hamme, Rudolf Malzahn, am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin den Vorstoß mehrerer Ortsgruppen. Es sei eine »Charakterlosigkeit«, sich gegen die eigene Partei zu wenden, betonte er. Daher werde sich demnächst ein Unterbezirksparteitag mit dem Fall Clement befassen.

Der frühere NRW-Ministerpräsident ist seit 1970 Mitglied der SPD in seiner Geburtsstadt Bochum. Der ehemalige SPD-Bundesvize hatte kurz vor der hessischen Landtagswahl mehrfach die geplante Energiepolitik der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti kritisiert und indirekt von ihrer Wahl abgeraten. Malzahn sagte dazu: »Wenn Clement sich so verhält, dann hat er in unserer Partei nichts mehr zu suchen.« (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2008, Seite 4, Inland

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