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jW stärken

Bildung hoch, Rüstung runter

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Von Aktion und Kommunikation
Foto: Montecruz Foto
Vereint gegen Krieg und Wehrpflicht, statt Großdeutschland zu feiern (Berlin, 3.10.2026)

Die Ergebnisse von deutschen Jugendlichen in der PISA-Studie sind so schlecht wie noch nie. Untersucht wird zwar die kapitalistische Verwertbarkeit des Humankapitals, und sicher leistet Social Media seinen Beitrag zum schlechten Bildungsstand, doch die gnadenlose Unterfinanzierung des Bildungssystems kann man nicht aus der Gleichung kürzen. Die französische Jugend hat so gar keine Geduld mit den Zuständen, geht auf die Barrikaden und nimmt Eltern und Gewerkschafter gleich mit.

Die Jugend bleibt aber nicht nur ungefördert, statt dessen flattern ihr Fragebögen ins Haus, ob sie denn nicht gewillt sei, das Leben an der Front zu verschwenden. Eine Studie fehlt, die die Ausfüllkompetenz der Jugend von Bundeswehr-Fragebögen untersucht. Sehr kompetent waren hingegen die Jugendverbände, die sich in der vergangenen Woche am Freitag und Sonnabend in Berlin und Stuttgart an den Protesten gegen Militarisierung und Wehrpflicht beteiligt haben. Die Tageszeitung junge Welt war selbstverständlich auch präsent, verteilte Tausende Exemplare und berichtete von den Veranstaltungen. Denn die junge Welt ist dort, wo sich was bewegt.

Das macht im wesentlichen ihr Profil aus. Die Berichterstattung horcht genauer auf die Probleme der Jugend, der Erwerbslosen, der Beschäftigten und der Rentner. Das macht diese also nicht nur zum Gegenstand, sondern auch zum Publikum der Zeitung. Darum organisiert die jW Verteilaktionen vor Ort, damit neue Interessierte die Inhalte kennen und das Medium schätzen lernen.

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Lesen ist das eine, die dauerhafte Absicherung der journalistischen Arbeit ist jedoch nur mit Abonnements gewährleistet. Wer also sein Kreuz gegen Kriegstreiber und für Friedensaktivisten setzen will, ist bei dieser Zeitung ganz richtig. Auf diesen Seiten wird auf keinen Fall fürs Sterben geworben, vielmehr für Verständigung, Solidarität und Freundschaft. Die tägliche Aufklärung der Redaktion richtet sich unter anderem gegen Krieg, Sozialabbau, Militarisierung, Imperialismus und Faschismus. Dort, wo Friedenswille und Vernunft, aber auch Protest und Widerstand sich äußern, schaut die junge Welt hin.

Wahrscheinlich sind Sie von der Vorstellung schon überzeugt und füllen bereits das Aboformular aus. Wir wollen noch ergänzen, dass die junge Welt sich auch in der Eigentumsstruktur von anderen Zeitungen unterscheidet. Sie wird von einer Genossenschaft herausgegeben und gehört somit ihren Leserinnen und Lesern. Die einzige gedruckte linke Tageszeitung, und dann auch noch genossenschaftlich organisiert. Wenn das nicht gute Argumente sind! Abonnieren können Sie mit einem Coupon in der Zeitung, auf jungewelt.de/abo oder telefonisch bei den Kolleginnen und Kollegen der Aboverwaltung unter 0 30/53 63 55-80. Für den Bezug bieten wir verschiedene Modelle an: Print, online oder die Kombination aus beiden. Dazu können Sie aus drei Preisen denjenigen wählen, der Ihren finanziellen Möglichkeiten entspricht, ein Nachweis ist nicht erforderlich.

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2026, Seite 16, Aktion

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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

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