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03.04.2026, 19:30:02 / jW stärken!
Solidarität mit Kuba

¡Cuba presente!

Solidaritätskonferenz in Berlin als Auftakt für Veranstaltungen in anderen Städten
Von Veranstaltungskollektiv
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Ein Zeichen für die Versorgungskrise: Wasserlieferung per Fahrrad

Am 11. April 2026 verleihen die Tageszeitung junge Welt und das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus zum zweiten Mal den Rosa-Luxemburg-Preis. Die Verleihung findet im Rahmen einer Solidaritätskonferenz zur Lage in Kuba statt – im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Preisträgerin ist die kubanische Ärztin und Internationalistin Aleida Guevara. Ein berühmter Nachname: Sie ist Kinderärztin, Kommunistin und Tochter des argentinischen Arztes Ernesto »Che« Guevara, der für seinen Beitrag zur kubanischen Revolution bekannt ist. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich international für medizinische Hilfe und Gesundheitsprojekte, insbesondere in Ländern des globalen Südens, und steht damit exemplarisch für die solidarische Praxis der kubanischen Revolution. Kostenlose Bildung, ein herausragendes Gesundheitssystem und praktizierte internationale Solidarität zeichnen das sozialistische Land aus; gerade Staaten des Trikont profitieren von der Ausbildung ihrer Mediziner auf der Insel.

Guevara erhält den Rosa-Luxemburg-Preis für ihr praktisches Wirken. Sie nimmt den Preis zugleich stellvertretend für das kubanische Volk entgegen, das seit sechs Jahrzehnten der US-Blockade widersteht, und zeigt, dass Sozialismus, allen Angriffen zum Trotz, Realität sein kann.
Die aktuelle Lage Kubas ist dramatisch. Nach dem staatsterroristischen Angriff auf Venezuela, dem auch kubanische Genossen zum Opfer fielen, und der Entführung von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores scheint Kuba das nächste Ziel in der Region für den US-Imperialismus zu sein. Die völkerrechtswidrige Blockade der Insel ist Ursache einer humanitären Krise. Kuba braucht jetzt internationale Solidarität, unsere Solidarität.

Mit dem Rosa-Luxemburg-Preis sollen Künstler, Wissenschaftler, Aktivisten und Politiker für ihr internationalistisches, klassenkämpferisches, antimilitaristisches Engagement ausgezeichnet werden. Erster Preisträger war im vergangenen Jahr der Schauspieler, Gewerkschafter und Kommunist Rolf Becker. Der Hamburger Schauspieler erhielt die Auszeichnung im April 2025 für sein jahrzehntelanges Engagement gegen Faschismus und Antisemitismus, für Frieden und internationale Solidarität. In den Jahrzehnten vor seinem Tod im Dezember 2026 hatte Becker an der Seite der Antifaschistin Esther Bejarano gewirkt, den in den USA inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal in der Todeszelle besucht und 1999 während des NATO-Angriffs mit einer Gewerkschaftsinitiative das bombardierte Jugoslawien bereist. Für Kuba hatte sich Becker stets engagiert – er trat auf Solidaritätsveranstaltungen auf und unterstützte die Forderung nach einem Ende der US-Blockade.

Der Preisverleihung geht eine Solidaritätskonferenz mit Kuba und den Völkern Lateinamerikas voraus. Es sprechen Liz Oliva Fernández vom kubanisch-US-amerikanischen Medienkollektiv Belly of the Beast (Kuba) sowie die Journalistin Julieta Daza aus Venezuela und der spanische Journalist Ignacio Ramonet. jW-Chefredakteur Nick Brauns moderiert das Podiumsgespräch, dessen Motto Verpflichtung ist: »Verteidigen wir das Selbstbestimmungsrecht gerade jener Völker, die eine gerechte Welt und Sozialismus wollen!« Ein weiterer Teilnehmer ist der kubanische Journalist, Philosoph und Essayist Enrique Ubieta. Er gehört zu den bedeutenden Intellektuellen der Insel, war unter anderem Direktor des Zentrums für Martí-Studien sowie der Cinemateca de Cuba und leitete verschiedene kulturpolitische Zeitschriften.

Die Veranstaltung ist nur ein Auftakt für weitere Termine im Rahmen der Solidaritätskampagne »Unblock Cuba«. Bereits am Sonntag, 12. April, um 17 Uhr spricht Ubieta in der Karl-Liebknecht-Schule (Am Stadtpark 68) in Leverkusen. Ergänzt wird Ubietas Vortrag zur aktuellen Situation auf Kuba um Grußworte von Mónica Rodríguez Sánchez von der Außenstelle der Botschaft der Republik Kuba in Bonn und Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP.

Im Frankfurter (Main) DGB-Haus (Wilhelm-Leuschner-Straße 69–77) findet am Dienstag, 14. April 2026, um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion statt. Guevara und Ubieta sprechen zu Perspektiven des antiimperialistischen Kampfes. Organisiert wird die Veranstaltung von der Freundschaftsgesellschaft BRD–Kuba.

Das Netzwerk Cuba e. V. und der Verdi-Arbeitskreis Frieden laden am gleichen Tag zu einem Gespräch mit Liz Oliva Fernández um 18 Uhr im Klub des Gewerkschaftshauses (Besenbinderstraße 62) nach Hamburg. Fernández spricht über die Folgen der Blockade – Thema auch ihrer preisgekrönten Dokumentarfilme.

Der Abschluss der Veranstaltungsreihe ist eine Solidaritätskonferenz in Bern am Freitag, 17. April 2026, um 18.30 Uhr im Stellwerk (Parkterrasse 16) mit u. a. Guevara und Ubieta.

Es reicht! Unblock Cuba!

Es reicht! Unblock Cuba! Solidaritätskonferenz zur Lage in Kuba. Sonnabend, 11. April 2026, 13 Uhr, Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin.

Die Veranstaltung wird live auf jungewelt.de gestreamt.

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