02.12.2015
Land in Scherben
Libyen: Vier Jahre nach dem offiziellen Kriegsende bekämpfen sich von außen unterstützte Milizen. Hunderttausende Binnenflüchtlinge
Von Joachim Guilliard
Am 31. Oktober 2011, wenige Tage nach dem Lynchmord am libyschen Staatsoberhaupt Muammar Al-Ghaddafi, erklärte die NATO ihren Militäreinsatz in Libyen für beendet. Westliche Politiker und Medien feierten ihn als den bis dato »gelungensten Fall« einer »internationalen humanitären Militärintervention«. Auch Teile der Linken unterstützten 2011 – wie noch heute in Syrien – die Forderung der Opposition nach einem Sturz des »Regimes«.Wie die Kriege von USA und NATO zuvor,...
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