11.01.2014
Nur eine Minderheit
Ernst Pipers Buch über Künstler vor und während des Ersten Weltkriegs zeigt: Zunächst widersetzten sich nur wenige der geistigen Mobilmachung
Von Gerd Bedszent
Krieg und Kultur schließen sich aus, insofern könnte der Titel »Nacht über Europa. Kulturgeschichte des Ersten Weltkrieges« verwirrend wirken. Dem Autor Ernst Piper, Enkel des Verlagsgründers Reinhard Piper, geht es in seinem Werk vorrangig darum, die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Kulturlandschaft der betroffenen Länder darzustellen.
Piper versteht sich als Kriegsgegner. Er schildert zunächst das erschreckend große Maß an geistiger Mobilma...
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