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09.10.2013

Verschwinden lassen

Bernardo Kucinski erzählt eine exemplarische Geschichte aus der brasilianischen Militärdiktatur

Von Gerd Bedszent
Herr K., ein jüdischer Wissenschaftler, der in den 1930er Jahren aus dem zunehmend repressiven Vorkriegspolen nach Brasilien geflüchtet war, vermißt seine Tochter. Die ist als Universitätsdozentin von einem Tag zum anderen nicht mehr am Arbeitsplatz erschienen. Mit ihr verschwunden ist auch der Schwiegersohn. Gerüchte gehen in der Stadt um, wissen von verhafteten und seitdem spurlos verschwundenen Studenten. Die Polizei, an die K. sich mit einer Vermißtenanzeige wen...

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