12.06.2013
Erfahrung des Faschismus
Ludwig Greves autobiographische Schriften sind reich an präzisen Beschreibungen
Von Matthias Reichelt
Im Jahr 1933 sah er weinend aus dem Fenster nach den ersten Hitlerjugendaufmärschen. Er erfuhr, daß er »Jude« sei, eine geheimnisvolle Krankheit. Diese Erfahrung einer schlagartigen und schmerzhaften Erkenntnis der Ausgrenzung schildert Ludwig Greve in der »Übersetzung meines Lebens ins Lebensläufische«. Zum ersten Mal ist dieser neben autobiographischen Essays, Erzählungen und zahlreichen Briefen von Greve (1924–1991) in einer dreibänd...
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