05.12.2012
Die Möglichkeit einer Halbinsel
Juli Zehs neuer Roman »Nullzeit« scheitert im Schönen und schifft Medienweltler als Kapitalismuskritiker ein
Von Erik Gutendorf
Wozu eine Insel? Zumindest die europäische Literatur schlug schon reichlich symbolisches und reales Kapital aus der Darstellung fiktiver Inselgesellschaften und insularer Einpersonen-Haushalte: Thomas Morus’ Utopia, Prosperos Eiland, Defoes Schiffbruchasyl, Schnabels Felsenburg, Dumas’ und Stevensons Treasure Islands, Jahnns Bornholm, die Bargfelder Gelehrtenrepublik, Schernikaus legendäres Westberlin und selbst Schätzings Independence mögen als Beispiel...
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