28.05.2005
Prestige im Ruhrpott
Standortpolitik blutet Kommunen aus. Die Krise der Haushalte zeigt Systemgrenzen auf und könnte Anreiz zur Kapitalismusdebatte geben. Ein Beispiel aus Bochum
Von Günter Gleising
Bochum gilt mit seinen 387 300 Einwohnerinnen und Einwohnern als Stadt, die den Strukturwandel besser geschafft hat als andere Ruhrgebietsstädte. Die Ansiedlung von Opel, die Ruhr-Universität oder auch das Musical Starlight-Express werden gern als Begründung herangezogen. Die Stadt ist geprägt von der typischen sozialdemokratischen Reformpolitik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dem Versuch, einen sozialverträglichen Kapitalismus zu schaffen. Im Neoliberal...
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