20.10.2004
Unredliche Zahlenakrobatik
Eine Sozialverträglichkeit von Studiengebühren läßt sich anhand internationaler Vergleiche nicht nachweisen – auch wenn so getan wird als ob
Von Torsten Bultmann
Mittlerweile ist es zum rhetorischen Ritual geworden, die »Harmlosigkeit« von Studiengebühren mit internationalen Vergleichen zu begründen. Als ein »starkes« Argument dafür erscheint zunächst tatsächlich das Kriterium der Studienbeteiligung: Mit etwa 35 Prozent Studierenden pro Altersjahrgang liegt Deutschland im unteren Drittel des OECD-Rankings – 50 Prozent und mehr sind die Regel. Da nun in vielen Ländern flächendeckende Studiengebühren un...
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