14.01.2008
Vor Urteilsverkündung vergiftet
Argentinischer Politkrimi: Zyankali im Blut eines Folterers aus der Zeit der Militärdiktatur
Von Andreas Knobloch
Seit Wochen beschäftigt der Tod des früheren Marine-Angehörigen Héctor Febres die argentinische Öffentlichkeit. Der 66jährige stand wegen Entführung und Folter von vier Menschen in der berüchtigten Mechanikerschule der Marine (ESMA) während der Militärdiktatur in Argentinien (1976 bis 1983) vor Gericht. Die ESMA war eines der größten geheimen Haft- und Folterzentren der Militärdiktatur. Mehrere tausend Menschen »verschwanden« hier. Zeugen hatten Febres in dem Prozeß...
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