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07.12.2007
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Hammer der Woche
Prämien für Print- und Online-Abonnenten sowie Umsteiger in eine höhere Abo-Kategorie
Wer kennt die Zahl, wer kennt die Namen? Commander Shree Stardust, Donna San Floriante, Florian Ernst Kirner, das Flori, Prinz Chaos II. ... sie alle sind zusammengefaßt im »Körperkollektiven Identitätsprojekt«. Dieses setzt sich nicht nur schreibend für die kreative Chaotisierung der Welt ein, sondern auch singenderweis' und musikalisch.
Die vorliegende CD »Prinz Chaos auf großer Fahrt« folgte der Maßgabe, »ein möglichst uneinheitliches Werk vorzulegen« – das ist virtuos gelungen. Bei zwei Liedern wirkt Konstantin Wecker mit, bei einem anderen schmettert ein bayerischer Frauen-Zweigesang die lyrische Zeile »Auf zur Praxis für Haut- und Geschlechtskrankheiten auf St. Pauli«. Es gibt ein Auswandererlied aus dem 19. Jahrhundert, ein klassisches Chanson über das Grab von Oscar Wilde, Abgedrehtes aus Tokio und einen elektronisch arrangierten Schlachtbericht aus Genua.
Zum massenhaften Abonnement der jungen Welt ruft der Zentralausschuß angeschlossener Identitäten, Leidenschaften und Neurosen mit folgendem flammenden Appell auf: »Leut: abonniert's! Und zwar sofort!«
Auf Nachfrage der Redaktion wurde darauf verwiesen, daß diese Zeitung letztes Bollwerk gegen grassierende kulturelle Dummheit, geistigen Verfall und moralische Niedertracht sei. »Hier schreiben Leute, die schreiben können«, lobte Prinz Chaos II. persönlich. Selbiges sei in der aktuellen Presselandschaft schlechterdings die Ausnahme und qualifiziere die junge Welt allein schon als Zentralorgan jener Gesamtheit kleiner, vefolgter Minderheiten, welche man gemeinhin kennt als: die Mehrheit.
Die vorliegende CD »Prinz Chaos auf großer Fahrt« folgte der Maßgabe, »ein möglichst uneinheitliches Werk vorzulegen« – das ist virtuos gelungen. Bei zwei Liedern wirkt Konstantin Wecker mit, bei einem anderen schmettert ein bayerischer Frauen-Zweigesang die lyrische Zeile »Auf zur Praxis für Haut- und Geschlechtskrankheiten auf St. Pauli«. Es gibt ein Auswandererlied aus dem 19. Jahrhundert, ein klassisches Chanson über das Grab von Oscar Wilde, Abgedrehtes aus Tokio und einen elektronisch arrangierten Schlachtbericht aus Genua.
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Zum massenhaften Abonnement der jungen Welt ruft der Zentralausschuß angeschlossener Identitäten, Leidenschaften und Neurosen mit folgendem flammenden Appell auf: »Leut: abonniert's! Und zwar sofort!«
Auf Nachfrage der Redaktion wurde darauf verwiesen, daß diese Zeitung letztes Bollwerk gegen grassierende kulturelle Dummheit, geistigen Verfall und moralische Niedertracht sei. »Hier schreiben Leute, die schreiben können«, lobte Prinz Chaos II. persönlich. Selbiges sei in der aktuellen Presselandschaft schlechterdings die Ausnahme und qualifiziere die junge Welt allein schon als Zentralorgan jener Gesamtheit kleiner, vefolgter Minderheiten, welche man gemeinhin kennt als: die Mehrheit.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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