04.12.2007
Trostpflaster statt Hilfe
Stadt Halle will sämtliche Heimkinder in ihre Familien zurückführen und so vier Millionen Euro sparen. Protest von Jugendhilfeexperten und Sozialarbeiterverband
Von Jana Frielinghaus
In Halle an der Saale neigt man nicht zu Höhenflügen: 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen leben von Hartz-IV-Leistungen, die offizielle Arbeitslosenquote liegt bei 18 Prozent – und das, obwohl seit der »Wende« 93000 Menschen die sachsen-anhaltinische Stadt verlassen haben. Nicht verwunderlich also, daß es für Sozialarbeiter und Beschäftigte des Jugendamtes mehr Arbeit gibt als anderswo. Doch Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) und der Leiter des Jugendamtes...
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