01.03.1999
Keine Helden
Tobias Wolffs schamhafte »Erinnerungen an den verlorenen Krieg«
Von Frank Schäfer
Warum zieht ein halbwegs intelligenter Amerikaner mit schriftstellerischen Ambitionen freiwillig in den Vietnamkrieg? Nicht etwa weil er - über das amerikanische Normalmaß hinaus - besonders patriotisch oder chauvinistisch dächte. Schlimmer noch, weil er die falschen schriftstellerischen Vorbilder gewählt hat und wie Hemingway und Co. eine harte, wirklichkeitsgesättigte Männerprosa schreiben will. Und die setzt nun einmal Teilnahme an einem anständigen Krieg voraus!...
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