23.07.2007
Nackt unter Sachsen
Wenn der Eckpunkt Sinn macht (18). Das Sommertagebuch
Von Wiglaf Droste
Das mitteldeutsche Wetter in Leipzig drückte auf die Birne und machte das Blut dickflüssig und träge. Es war ein richtiger Hundsjuli: 32, 35 oder sogar 37 Grad im Schatten, dazu kam ein infernalisch ohrenbohrender Bauarbeiterterror ab sieben Uhr in der Frühe. In der Wohnung obendrüber hackte ein hörbar übellaunig übender Pianist Haß-Etüden in sein Klavier, nebenan ließ eine Familie das Kleinkind kreischen. Wer einer derartigen Ohrenpein ausgesetzt ist, vermag seine ...
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