02.07.2007
Unter Fraktionszwang
Steiniger Weg zum Bürgerengagement: Die Presse informiert über inhumane Abschiebungen oft erst, wenn es zu spät ist. Die hessische Landesregierung ignoriert offene Briefe
Von Gitta Düperthal
Die parteilose Frankfurter Bürgerrechtlerin Wiltrud Pohl kann ein Lied davon singen: Die Öffentlichkeit von skandalösen Vorgängen rund um die Abschiebepraxis der hessischen Ausländerbehörden überhaupt in Kenntnis zu setzen, sei schwierig. Immer spektakulärere Aktionen müsse sie sich einfallen lassen, sagt sie: »Nur um genügend Aufsehen zu erregen, damit die Presse ihren publizistischen Auftrag wahrnimmt.« Gerade lokale Medien verstünden sich zunehmend weniger als »v...
Artikel-Länge: 5560 Zeichen


