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Energiepreise in BRD viel zu hoch

Hamburg. Angesichts dreist erhöhter Strompreise zeigen sich immer mehr Verbraucher zu einem Anbieterwechsel bereit. Zehn Prozent aller deutschen Stromkunden hätten sich bereits auf den Weg zu einem neuen Anbieter gemacht, hieß es in einem am Mittwoch verbreiteten Pressebericht unter Berufung auf eine Emnid-Umfrage. Weitere neun Prozent wollten noch wechseln. In diesem Zusammenhang drängt sich aller allerdings die Frage auf, ob es könftig auf dem Strommarkt ähnlich zugehen wird, wie an den Tankstellen. Praktisch also alternativlos in Richtung immer höherer Preise.

Den mangelnden Wettbewerb auf dem BRD-Energiemarkt hat der Präsident des Bundeskartellamtes, Bernhard Heitzer, kritisiert. Er kündigte noch für dieses Jahr Entscheidungen der Behörde dazu an. Die Energiepreise seien zu hoch, sagt Heitzer der Wochenzeitung DieZeit. Mit ihrer Preispolitik gefährde die Energiebranche die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Zugleich werde die Arbeitslosigkeit hochgehalten. »Arbeitslosenquote und Preissteigerungsrate könnten geringer sein, wenn wir niedrigere Energiepreise hätten. Und das Wachstum wäre signifikant höher als heute«, zeigte sich Heitzer überzeugt. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.06.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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