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Spannungen USA - Kuba

Anti-Castro-Flottille nahm Kurs auf Küste

Protestaktionen von Exilkubanern aus den USA gegen die kubanische Regierung und Hinweise auf Bombenanschläge in Havanna, deren Hintermänner aus den USA stammen, haben zu neuen Spannungen zwischen Kuba und den USA geführt. Im Zuge einer »Protestfahrt« gegen den kubanischen Präsidenten Fidel Castro näherte sich am Sonntag ein Dutzend Boote der Küste Kubas. Die US-Küstenwache hatte zuvor den Organisator der Aktion, Ramon Saul Sanchez, wegen versuchten Eindringens in kubanische Hoheitsgewässer vorübergehend festgenommen. Die kubanische Regierung machte »Personen aus den USA« für Anschläge auf zwei Hotels verantwortlich, bei denen am Samstag drei Menschen verletzt wurden.

Sanchez, Vorsitzender der Bewegung Demokratie, hatte angekündigt, daß er mit seinem Boot auch in kubanische Hoheitsgewässer eindringen werde. Er und ein Dutzend seiner Mitstreiter an Bord des Bootes »Demokratie« wurden noch vor dem Start der Flottille im etwa 150 Kilometer von Kuba entfernten Key West an der Südspitze des US- Bundestaates Florida festgenommen.

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Das kubanische Innenministerium verfügt nach eigenen Angaben über Hinweise, wonach die Hintermänner der Anschläge auf zwei Hotels in Havanna aus den USA stammen. Auch das bei den Attentaten verwendete Material komme aus den USA, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Am Samstag hatten zwei starke Explosionen etwa zeitgleich die Hotels Nacional und Capri erschüttert.

jW/AFP

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.1997, Seite 0, Ausland

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