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CIA-Flüge: Prozeß vertagt

Rom. Der erste Prozeß im Zusammenhang mit der Verschleppung von Terrorverdächtigen durch den US-Geheimdienst CIA in Italien liegt vorerst auf Eis. Ein Mailänder Gericht vertagte das Verfahren am Montag bis zu einer Entscheidung der Verfassungsrichter zu dem Fall. Diese wird für den 19. Oktober erwartet. Angeklagt sind in Mailand 26 US-Bürger, die meisten von ihnen CIA-Agenten. Sie sollen in die Entführung des ägyptischen Predigers Osama Mustafa Hassan Nasr alias Abu Omar am 17. Februar 2003 verwickelt sein. Die italienische Regierung hat das Verfassungsgericht angerufen, der Staatsanwaltschaft den Zugang zu sensitivem Beweismaterial zu verwehren. Sie warf der Mailänder Justiz vor, illegal Staatsgeheimnisse genutzt zu haben, um die Vorwürfe zu stützen. Angeklagt sind auch sieben Italiener, darunter der frühere Chef des Militärgeheimdienstes, Nicolo Pollari. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.06.2007, Seite 6, Ausland

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