Zum Inhalt der Seite

Baum: RAF nicht entpolitisieren

Hamburg. Der ehemalige Bundes­innenminister Gerhart Baum hat laut Vorabmeldung davor gewarnt, die Rote Armee Fraktion durch falsche Vergleiche zu entpolitisieren. In der aktuellen Ausgabe der Zeit schreibt Baum: »Der Terrorismus kann nicht auf psychologische Dispositionen reduziert werden.« Terrorismus bilde sich »in der Regel am Rande von radikalen Massenbewegungen. Diese jedoch entstehen nur, wenn bestimmte politische Forderungen einer Bevölkerungsgruppe über längere Zeit unerfüllt bleiben«. Gerhart Baum antwortet mit seiner Kritik auf einen Beitrag des Hamburger Literaturwissenschaftlers Jan Philipp Reemtsma, der in der Zeit vom 8. März geschrieben hatte, »Größenwahn, Machtgier und Lust an der Gewalttat« seien der eigentliche Grund für den Terror gewesen.

(PI/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.03.2007, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!