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Fall Kurnaz: Eklat im Ausschuß

Berlin. Der BND-Untersuchungsausschuß des Bundestages hat seine geplante Befragung hochrangiger Geheimdienstexperten am Donnerstag vertagt, weil das Bundesinnenministerium Akten zurückhält. Ausschußvorsitzender Siegfried Kauder (CDU) sagte, wichtige Dokumente des Bremer Landesamtes für Verfassungsschutz lägen trotz monatelangen Vorlaufs weiterhin nicht vor. Die Vernehmung des früheren BND-Präsidenten August Hanning sowie dessen Nachfolgers Ernst Uhrlau und weiterer Sicherheitsexperten wurde vom Ausschuß einstimmig auf nächsten Donnerstag vertagt. Die für den 8. März geplante Anhörung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier verschiebt sich auf den 22. März.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2007, Seite 1, Inland

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