11.12.1998
Sieg des Glaubens?
Zur Leni-Riefenstahl-Werkschau in Potsdam
Von Markus Völker
»Ja: Schönheit, Harmonie ... Mich fasziniert, was schön ist, stark, gesund, lebendig ... Wenn Harmonie hervorgebracht wird, bin ich glücklich« - mit solchem Wortgeklingel versuchte Leni Riefenstahl zeitlebens ihre Filme im Faschismus zu rechtfertigen. Von Politik wollte sie nie etwas gewußt haben und Ästhetik stets von soziohistorischen Kontexten derart hermetisch abgeriegelt wissen, daß ihre übermächtigen Bilder dem Faschismus genau die filmkünstlerisch kalkulierte...
Artikel-Länge: 5526 Zeichen


