22.12.2006
Ungeborene im Dornröschenschlaf
Yasmine Kassari zeigt in ihrem ersten Spielfilm die erstaunliche Koexistenz alter Mythen und kreativer Techniknutzung
Andrea GrunertEin nackter Frauenkörper, der als Schattenriß an einer weißen Wand erscheint, die karge Berglandschaft im Nordosten Marokkos, die Quelle eines Flusses: Es sind solche Motive von großer Schönheit und Kraft, die an Yasmine Kassaris erstem Spielfilm »Das schlafende Kind« (Marokko/Belgien, 2004) beeindrucken. Es ist ein Film über Körper und das Verharren im überlieferten Aberglauben. Dessen bisweilen fremd und verstörend erscheinende Mechanismen sind denen...
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