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Ermittlungen gegen BenQ-Chefs

München. Die Pleite des Handy-Herstellers BenQ Mobile hat womöglich ein juristisches Nachspiel. Gegen die Geschäftsführer des insolventen Unternehmens seien Ermittlungen eingeleitet worden, sagte der Münchner Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld am Mittwoch auf Anfrage. Es gehe dabei um den Verdacht der verspäteten Insolvenzantragstellung und verschiedener Bankrottdelikte. Sollte es zu einem Prozeß kommen, drohen Geld- oder Freiheitsstrafen. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom Mittwoch zufolge soll BenQ-Finanzchef David Wang Vorstandschef Clemens Joos und andere Manager schon frühzeitig in einem Schreiben eindringlich wegen bestehender Finanzprobleme gewarnt haben. Der Gesamtbetriebsrat von BenQ Mobile, Josef Michael Leuker, erklärte im Blatt, das Unternehmen habe bereits Ende Juni falsche Angaben über die Anzahl der verkauften BenQ-Handys im zweiten Quartal gemacht.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2006, Seite 5, Inland

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