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Bekenntnis eines Bombenlegers

Hamburg. Der im Libanon inhaftierte sogenannte Kofferbomber von Köln, Jihad Hamad, hat sich erstmals öffentlich zu dem Anschlagsversuch bekannt. In einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview des ARD-Magazins »Panorama« nannte er Wut über die Mohammed-Karikaturen als Motiv. Hamad und sein Komplize Youssef Mohamed Al Hajdib handelten demnach allein. Das im Beiruter Rumiye-Gefängnis geführte Interview strahlt das NDR-Magazin am heutigen Donnerstag abend aus. Hamad widerrief dem Bericht zufolge seine Aussage, daß er mit dem Anschlag möglichst viele Menschen töten wollte. Laut »Panorama« sagte er, die am 31. Juli im Kölner Hauptbahnhof gezündeten, aber nicht explodierten Bomben sollten lediglich Furcht einflößen und Aufsehen erregen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2006, Seite 5, Inland

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