01.11.2006
Arm wie ein Eisbär
Leider ist ein Buch kein Café: In »Schule der Armen« zerrt Sándor Márai an den Nerven
Von Ina Bösecke
Sie sind arm und frustriert. Würde es Sie trösten, daß Tiere auch keinen Besitz haben? Gar keinen haben wollen? Daß die Kraft und die Energie eines Löwen, die Skrupellosigkeit einer Hyäne oder die Blutgier eines Wolfes nicht Schritt halten könnten mit den Eigenschaften eines mittelmäßig begabten fünfzigjährigen zuckerkranken Lederfabrikanten, wenn es darum geht, ein Vermögen zusammenzuraffen? Dem ungarischen Schriftsteller Sándor Márai spendet diese Erkenntnis nicht...
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